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Ho'oponopono

Ho‘oponopono – kurz, knackig, klar

Schlafmangel, neue Rollen, große Gefühle – willkommen im Eltern-Universum. Ho‘oponopono ist eine kurze, freundliche Praxis, mit der Du Spannung herausnimmst, Schuldgefühle entkrampfst und wieder in Verbindung gehst: mit Dir, Deinem Baby/Kind und Deinem Partner.

 

Ho‘oponopono ist eine hawaiianische Praxis zur Klärung und Versöhnung – traditionell gedacht, um Beziehungen zu ordnen und 'wieder gut' zu machen. Wörtlich bedeutet es sinngemäß „richtig stellen/ins Reine bringen“. Heute wird es oft als Mini-Gebet/Mantra genutzt, das vier Haltungen zusammenfasst: Reue, Vergebung, Dankbarkeit, Liebe – ausgedrückt durch vier kurze Sätze: „Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Danke. Ich liebe Dich.“ Diese vier Sätze gelten vielerorts als die 'Kernform'. 

Wichtig: Du kannst Ho‘oponopono völlig säkular (ohne religiösen Bezug) nutzen – als bewusste innere Haltung – oder spirituell, wenn Dir das entspricht. Beides ist okay; entscheidend ist, dass Du Verantwortung für Deinen inneren Anteil übernimmst und dadurch Raum für Verbundenheit schaffst.

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Warum passt das zu jungen Eltern?

  • Schnell verfügbar: 30–90 Sekunden zwischen Stillen, Fläschchen, Wickeln, Meetings. Kein Setup, keine App, nur Atem und die vier Sätze.

  • Selbstregulation = Co-Regulation: Wenn Du Dich beruhigst, ändert sich meist auch die Stimmung im Raum – hilfreich bei Schreiphasen, Trotz, Überreizung.

  • Beziehungs-Booster: Statt Vorwurfsschleifen: Klarheit, Mitgefühl, Reparatur.

  • Selbstmitgefühl statt Perfektionismus: Endlich ein Tool gegen „Hätte ich…?“-Gedanken – ohne Zuckerguss, aber mit Wärme.

  • Für die ganze Familie adaptierbar: Vom Geburtsvorbereitung-Mantra bis zum Abendritual mit Kleinkindern.

Mini-Rituale für Euren Alltag

60-Sekunden-Reset (immer und überall): Hand aufs Herz, vier ruhige Atemzüge.

  • Leise sprechen/denken: „Es tut mir leid.“„Bitte verzeih mir.“„Danke.“„Ich liebe Dich.“ (2–3 Runden)

  • Mikro-Shift spüren (ein Wort reicht: „ruhiger“, „weicher“, „klarer“).

Kinderzimmer-Reset: (vor/nach schwierigen Momenten)

  • An der Tür kurz stehen bleiben.

  • Flüstern: „Es tut mir leid, dass ich gerade gestresst bin. Bitte verzeih mir. Danke, dass wir üben. Ich liebe dich.“

  • Dann erst rein/raus – mit weicherer Stimme.

 

Partner-'Reparatur' nach einem Streit

  • 2 Minuten getrennt atmen.

  • Innerlich Ho‘oponopono; dann ein Satz laut: „Mein Anteil ist … (konkret). Es tut mir leid. Danke, dass wir’s besser machen wollen.“

  • Erst dann die Sache klären.

 

Schuldgefühle-Detox (wenn der innere Kritiker lärm macht)

  • Schreibe drei Sätze ungefiltert auf („Was werfe ich mir vor?“).

  • Sprich Ho‘oponopono – an Dich gerichtet.

  • Abschluss: „Ich wachse da rein.“

Nacht-Notfall (3 Uhr, Baby weint, Nerven dünn)

  • Drei Atemzüge länger aus- als einatmen (das verlängerte Ausatmen wirkt als Bremse).

  • „Es tut mir leid, Körper. Bitte verzeih mir, Baby. Danke, dass wir zusammen da durchgehen. Ich liebe dich.“

  • Tragen/Stillen – wiederholen, bis der Körper mitkommt.

Geburtsvorbereitung für werdende Eltern

  • Während der Übungswehen: Rhythmus mit Atmung koppeln; Partner spricht langsam die vier Sätze mit – Fokus auf Sicherheit, Vertrauen, Teamgefühl.

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Die längere Form

Viele Seiten veröffentlichen eine längere Variante mit einer Anrufung des 'Schöpfers'/'der Göttlichkeit' und dem Bekenntnis zur Verantwortung. Wenn Du eine inklusive, familientaugliche Fassung möchtest, kannst Du das so formulieren:

  • Spirituelle Version:
    „Geliebtes Göttliches, ich übernehme Verantwortung für das, was in mir Unruhe auslöst. Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Danke. Ich liebe dich. Reinige in mir, was trennend wirkt, und führe uns als Familie in Frieden.“

  • Säkulare Version:
    „Ich übernehme Verantwortung für meinen Anteil. Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Danke. Ich liebe Dich. Ich lasse los, was nicht hilft – und wähle Freundlichkeit.“

Häufige Fragen

„Muss ich religiös sein?“
Nein. Du kannst die Praxis rein menschlich verstehen: Verantwortung – Vergebung – Dank – Liebe. Wenn dir ein spiritueller Rahmen guttut, nutze ihn.

„Kann ich das für mein Kind sprechen?“
Ja – primär für Dich und die Situation in Dir. Dein regulierter Zustand ist oft der beste Beitrag zur Lage.

„Was, wenn ich noch wütend bin?“
Dann starte mit „Es tut mir leid!“ an Dich (für die Spannung, die Du trägst). Du musst niemanden 'freisprechen'. Du anerkennst: „Ich halte gerade viel – ich wähle Milde.“

„Mein Partner ist skeptisch. Tipps?“
Kein Missionieren. Lade zur 1-Minuten-Probe ein – einmal nach einem Stressmoment, einmal vor dem Einschlafen. Die Wirkung ist stärker als jede Diskussion.

„Wann merke ich Effekte?“
Viele spüren sofort etwas mehr Weite. Manchmal braucht es Tage. Entscheidend ist Konsistenz (kurz und oft).

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„Nach der Geburt unseres zweiten Kindes war ich dauer-müde und gereizt. Kleinste Dinge eskalierten – vor allem abends. Ich mochte mich in diesen Momenten nicht und war genervt von mir und meinem Partner.“
 

Ihr Mini-Protokoll

  • Vor der Kinderzimmertür drei tiefe Atemzüge, dann die vier Sätze in zwei Runden – leise, für sich.

  • Nach Streit mit dem Partner: erst 'hoppen', dann reden.

  • Morgens beim Zähneputzen 30 Sek. „Danke/Ich liebe dich!“ – Konstanz statt Perfektion.

Was sich nach 2–3 Wochen verändert hat

  • Emotionale 'Zwiebel': Trigger wurden weicher; Schichten kamen hoch und durften gehen. „Ich war schneller wieder freundlich.“

  • Beziehung: Weniger Vorwürfe, schnelleres 'Reparieren' nach Konflikten.

  • Schlaf und Ruhe: Abends weniger Grübeln – „Ich schlafe leichter ein.“

„Das Ritual dauert bei mir selten länger als 60–90 Sekunden – aber der Raum, der dadurch im Herzen aufgeht, fühlt sich riesig an.“

 

Was realistisch blieb
„Nicht jeder Tag ist ZEN. Manchmal schaffe ich nur eine Runde – okay. Aber: Ich verliere mich seltener im Drama, und unsere Abende sind spürbar friedlicher.“

7-Tage-Einstieg (kleiner Plan)

  • Tag 1: 60-Sek-Reset am Kinderbett und abends eine Notiz.

  • Tag 2: Partner-'Reparatur' üben (ein kleiner Streit reicht...).

  • Tag 3: Schuldgefühle-Detox (drei Sätze aufschreiben und zwei Runden).

  • Tag 4: Nacht-Notfall-Protokoll ausprobieren (... auch präventiv...).

  • Tag 5: Kinderzimmer-Reset vor einer 'heiklen' Situation (Anziehen, Zähneputzen).

  • Tag 6: Säkular oder spirituell – wähle Deine Lieblingsfassung.

  • Tag 7: Mini-Retrospektive: „Was war 1% leichter?“ – und weiter so.

Frau schreibt Notizen
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